Details
ISBN/EAN: 979-1-04-190657-4
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2023
1. Auflage 2023
Erschienen am:
07.02.2023
07.02.2023
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
194 S.
194 S.
Format (T/L/B):
1.1 x 22 x 17 cm
1.1 x 22 x 17 cm
Hersteller:
BoD - Books on Demand
info@bod.de
In de Tarpen 42
DE 22848 Norderstedt
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DIE LEUTE VON SELDWYLA
Ein Schneider als Graf: Die Verwandlung des Wenzel Strapinski
18,90 €
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Beschreibung
In "Die Leute von Seldwyla Band 2" von Gottfried Keller wird die Geschichte von Wenzel Strapinski erzählt, einem armen Schneider, der durch eine Verkettung von Missverständnissen und Zufällen in die Rolle eines polnischen Grafen schlüpft. Auf seiner Wanderung gelangt Strapinski in die Stadt Goldach, wo er aufgrund seines edlen Aussehens und eines herrschaftlichen Reisewagens, in dem er mitgenommen wird, für einen Adligen gehalten wird. Die Bewohner der Stadt, die nach Abwechslung und Sensationen dürsten, nehmen ihn begeistert auf. Strapinski, der sich zunächst unwohl in seiner neuen Rolle fühlt, beginnt allmählich, die Annehmlichkeiten seines neuen Lebens zu genießen, obwohl er ständig von der Angst begleitet wird, als Betrüger entlarvt zu werden. Besonders die Zuneigung der schönen Nettchen, der Tochter des Amtsrats, verkompliziert seine Lage. Trotz seiner inneren Konflikte und der moralischen Bedenken, die ihn plagen, lässt sich Strapinski auf eine Verlobung mit Nettchen ein. Die Geschichte gipfelt in einer Schlittenfahrt, die von den Goldachern und den Seldwylern, den Bewohnern der Nachbarstadt, gemeinsam unternommen wird. Die Seldwyler, bekannt für ihre Spottlust, haben eine Maskenfahrt organisiert, die Strapinskis wahre Identität als Schneider symbolisch entlarvt. Die Erzählung endet mit der unausweichlichen Konfrontation zwischen Schein und Sein, die Kellers Werk durchzieht und die menschliche Neigung zur Täuschung und Selbsttäuschung thematisiert.
Über Gottfried Keller
Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; gestorben 15. Juli 1890 ebenda) war ein Schweizer Dichter und Politiker. Wegen eines Jugendstreiches von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, trat er eine Ausbildung an, um Landschaftsmaler zu werden. Er verbrachte zwei Studienjahre in München, von wo er 1842 mittellos in seine Vaterstadt zurückkehrte. Unter dem Eindruck der politischen Lyrik des Vormärz entdeckte er sein dichterisches Talent. Zur gleichen Zeit beteiligte er sich an der militanten Bewegung, die 1848 zur staatlichen Neuordnung der Schweiz führte. Als die Zürcher Regierung ihm ein Reisestipendium gewährte, wandte er sich nach Heidelberg an die Ruprecht-Karls-Universität, um Geschichte und Staatswissenschaften zu studieren, und von dort aus weiter nach Berlin, um sich zum Theaterschriftsteller auszubilden. Anstelle von Dramen entstanden jedoch Romane und Novellen, so Der grüne Heinrich und Die Leute von Seldwyla, seine bekanntesten Werke. Nach sieben Jahren in Deutschland kehrte er 1855 nach Zürich zurück, zwar als anerkannter Schriftsteller, doch immer noch mittellos. Letzteres änderte sich 1861 mit seiner Berufung zum Ersten Staatsschreiber des Kantons Zürich. Der Berufung war die Veröffentlichung des Fähnlein der sieben Aufrechten vorausgegangen, einer Erzählung, in der er seine «Zufriedenheit mit den vaterländischen Zuständen» ausdrückte, zugleich aber bestimmte, mit dem gesellschaftlichen Fortschritt verbundene, Gefahren aufzeigte.