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ISBN/EAN: 978-3-7873-4276-1
Einband: Leinen
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Originaltitel:
De visione beatifica
Herausgeber:
Matthias Scherbaum
Übersetzer:
Matthias Scherbaum
Auflage:
1. Auflage 2024
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
XXX, 391 S.
Format (T/L/B):
3 x 19.7 x 13.5 cm

Hersteller:
Felix Meiner Verlag GmbH
vertrieb@meiner.de
Richardstr. 47
DE 22081 Hamburg


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Über die beseligende Schau

Lateinisch-Deutsch, Dt/lat, Philosophische Bibliothek 769

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Beschreibung

Nach der verdienstvollen Edition des Traktats 'De intellectu et intelligibili' durch Burkhard Mojsisch (PhB 322) legt Matthias Scherbaum nun den zweiten Traktat 'De visione beatifica' der Intellekttheorie des Dietrich von Freiberg vor. Vor allem durch die Forschungen von Kurt Flasch und Burkhard Mojsisch ist deutlich geworden, dass Dietrich von Freiberg nicht nur auf die Geschichte der spätmittelalterlichen Philosophie und Theologie maßgeblich eingewirkt, sondern einen neuen, modernen Begriff des Bewusstseins geprägt hat, der bis Kant und Fichte unerreicht blieb. Der tätige Intellekt des Menschen, der in diesem Traktat im Mittelpunkt des Interesses steht, soll erkannt werden als immerwährende Tätigkeit, als aktive Identität von Wissen und Gewusstem, als Urbild des Seienden als Seiendem, dem das Seiende in seinem gesamten Umfang aktuell gegenwärtig ist. Die Implikationen dieser Unterscheidung entwickelt Dietrich systematisch bis hin zu der nicht mehr mittelalterlichen Konsequenz, dass der menschliche Intellekt die Prinzipien der Naturdinge aus sich heraus konstituiert. Damit vollzieht Dietrich auf höchstem argumentativem Niveau eine Revision der mittelalterlichen Philosophie: Der moderne Begriff einer nicht bloß empirischen Subjektivität tritt an die Stelle, die in der aristotelischen Tradition der Substanz zukam.

Über Dietrich von Freiberg

Dietrich von Freiberg (1240-1318) trat früh in den Dominikanerorden ein, wurde in Paris ausgebildet und später Leiter der deutschen Ordensprovinz. Seine Auseinandersetzung mit Aristoteles, den Neuplatonikern, aber auch Bonaventura und Thomas von Aquin ließ ihn in seinen Schriften zu einem der einflussreichsten Philosophen des deutschen Mittelalters werden. Dietrichs naturwissenschaftliche Untersuchungen führten zur ersten modernen Theorie über die Entstehung des Regenbogens; seine ontologischen und erkenntnistheoretischen Auffassungen wiesen weit über seine Zeit hinaus. Matthias Scherbaum promovierte in Philosophie wie auch in Theologie und lehrt und forscht als Privatdozent an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.