Details
ISBN/EAN: 978-3-7410-0555-8
Einband: Englische Broschur
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Erschienen am:
15.08.2026
15.08.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
280 S.
280 S.
Hersteller:
Schüren Verlag
Katrin Ahnemann
ahnemann@schueren-verlag.de
Universitätsstr. 55
DE 35037 Marburg
www.schueren-verlag.de
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Katrin Ahnemann
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DE 35037 Marburg
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Mythos, Ironie, Artifizialität:
Das Kino im Medienwandel zum Tonfilm, Zürcher Filmstudien 51
Beschreibung
Frühe Tonfilme, die um 1929 erstmals im grösseren Stil kommerziell ausgewertet wurden, hatten das Publikum von einem neuartigen Kinoerlebnis zu überzeugen. Faszinierend ist, dass in dieser Phase medialen Umbruchs eine beachtliche Anzahl von Filmen ihre eigene Medialität selbstreflexiv ausstellten: Schien die neue Dimension des Tons eigentlich einem gesteigerten Illusionismus der Filme den Boden zu bereiten, durchbrachen diese tatsächlich solche Konventionen mit ihrer medialen Selbstbespiegelung vehement. Ihr Anti-Illusionismus mündete in narrativ fantasievoll konstruierten filmischen Welten; die eigene neue Medientechnik stellten sie ostentativ zur Schau, Inszenierungsweisen wurden offengelegt und selbstironisch kommentiert. Mit selbstironischem Gestus banden die Filme auch kulturelle Paradigmen der Zeit (wie den 'Amerikanismus'-Diskurs) in ihre mediale Selbstrepräsentation ein. Die Studie geht der Ästhetik des Staunens als typischem Phänomen eines Medienwandels, hier des Wandels hin zum Tonfilm nach. Vertieft wird dies durch die Analyse zweier paradigmatischer Fälle, für die Ironie und Artifizialität als filmwissenschaftliche Begriffe ausgearbeitet und in diesem Sinne für eine Analyse des frühen Tonfilms modelliert werden. Im Moment des medialen Wandels wurden sie zu Mitteln der Popularisierung und Mythenbildung eines neuen Mediums.